Photometrische Messtechnik
In der modernen Lichtplanung und -gestaltung ist Präzision alles. Die photometrische Messtechnik hat sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Werkzeug entwickelt, das sowohl Profis als auch anspruchsvollen Heimanwendern neue Möglichkeiten eröffnet. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff und wie können diese Instrumente unsere Lichtumgebung optimieren?
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Was ist photometrische Messtechnik?
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Die photometrische Messtechnik umfasst alle Verfahren und Geräte zur präzisen Messung von Lichtparametern wie Helligkeit, Farbtemperatur, Farbwiedergabe und Spektralverteilung. Anders als unser menschliches Auge, das subjektiv und adaptiv wahrnimmt, liefern diese Messgeräte objektive und reproduzierbare Werte.
Im Kern geht es darum, Licht nicht nur zu "sehen", sondern quantitativ zu erfassen. Dies ist besonders wichtig, da unsere Wahrnehmung uns täuschen kann – was für einen Menschen angenehm erscheint, kann für einen anderen störend wirken. Photometrische Messgeräte schaffen hier eine verlässliche Basis für Entscheidungen.
Wesentliche Messgrößen der Photometrie
Um die Bedeutung der photometrischen Messtechnik vollständig zu verstehen, müssen wir uns mit den grundlegenden Messgrößen befassen:
Beleuchtungsstärke – Die Basis der photometrischen Messtechnik
Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen und gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche trifft. Hier kommen Luxmeter zum Einsatz – unverzichtbare Instrumente für jeden, der sich professionell mit Beleuchtung beschäftigt. Je nach Anwendungsbereich gibt es unterschiedliche Normwerte:
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Für Büroarbeitsplätze werden beispielsweise mindestens 500 lx empfohlen, während Flure mit 100 lx auskommen. In Bereichen mit Präzisionsarbeit können sogar 1000 lx und mehr erforderlich sein. Mit einem präzisen Luxmeter lässt sich schnell feststellen, ob diese Werte erreicht werden.
Farbtemperatur und Farbwiedergabe – Qualitative Aspekte des Lichts
Die Farbtemperatur, gemessen in Kelvin (K), beschreibt den Farbeindruck einer Lichtquelle. Warmweißes Licht (2700-3300K) wirkt gemütlich, neutralweißes Licht (3300-5300K) sachlich und tageslichtweißes Licht (>5300K) aktivierend. Mit einem Farbtemperatur Messgerät können diese Werte exakt bestimmt werden.
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Der Farbwiedergabeindex (CRI oder Ra) gibt an, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle erscheinen. Ein perfekter CRI von 100 bedeutet, dass alle Farben wie unter natürlichem Tageslicht erscheinen. Für Wohnbereiche sollte der CRI mindestens 80 betragen, für anspruchsvolle Anwendungen wie in Galerien oder bei der Farbbeurteilung sogar über 90.
Spektrale Verteilung – Der tiefe Blick ins Licht
Mit einem Spektrometer lässt sich die Verteilung der verschiedenen Wellenlängen im Licht messen. Dies ist besonders wichtig, da moderne LED-Leuchten trotz gleicher Farbtemperatur sehr unterschiedliche Spektren aufweisen können. Ein ausgewogenes Spektrum ist entscheidend für Wohlbefinden und Gesundheit, wie der Artikel Perfektes Licht durch Spektralanalyse detailliert erläutert.
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Die spektrale Analyse hilft dabei, Lichtquellen zu identifizieren, die bestimmte Wellenlängen überbetonen oder vernachlässigen. Dies kann besonders relevant sein, wenn es um biologisch wirksames Licht geht, das unseren Circadianen Rhythmus beeinflusst.
Professionelle Messgeräte für die photometrische Messtechnik
Der Markt bietet heute eine breite Palette an Messgeräten für unterschiedliche Anforderungen:
Luxmeter – Der Grundbaustein
Luxmeter messen die Beleuchtungsstärke und sind die am häufigsten verwendeten photometrischen Messgeräte. Sie reichen von einfachen, kostengünstigen Modellen für Heimanwender bis hin zu hochpräzisen Laborgeräten. Moderne Geräte bieten oft zusätzliche Funktionen wie Datenspeicherung, grafische Darstellung oder Smartphone-Anbindung.
Bei der Auswahl eines Luxmeters sollte auf den Messbereich (typischerweise 0-100.000 lx), die Genauigkeit (±3% für professionelle Anwendungen) und die Kalibrierung geachtet werden. Einige Geräte bieten auch spezielle Funktionen wie die Messung von Blitzlicht oder UV-Strahlung.
Leuchtdichtemesser – Für reflektiertes Licht
Während Luxmeter das auf eine Fläche fallende Licht messen, erfassen Leuchtdichtemesser das von einer Fläche reflektierte oder ausgestrahlte Licht in Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Dies ist besonders wichtig für die Beurteilung von Bildschirmen, Projektionsflächen oder zur Blendungsbewertung.
Professionelle Leuchtdichtemesser bieten oft eine punktgenaue Messung durch ein integriertes Zielfernrohr oder eine Kamera, was sie zu präzisen Werkzeugen für anspruchsvolle Lichtplaner macht.
Spektrometer – Der Alleskönner
Das Spektrometer ist das vielseitigste Instrument der photometrischen Messtechnik. Es misst die Verteilung der Lichtenergie über das gesamte sichtbare Spektrum und liefert neben der spektralen Verteilung auch abgeleitete Größen wie Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und oft auch die Beleuchtungsstärke.
Moderne Spektrometer sind kompakt und können per USB oder Bluetooth mit Computern oder Smartphones verbunden werden. Die zugehörige Software ermöglicht detaillierte Analysen und den Vergleich verschiedener Lichtquellen. Für professionelle Anwender sind sie unverzichtbar geworden, wie auch im Artikel Präzisionswerkzeuge für professionelle Lichtgestaltung beschrieben wird.
Praktische Anwendungen der photometrischen Messtechnik
Die Einsatzbereiche für photometrische Messgeräte sind vielfältig und wachsen stetig:
Optimierung von Arbeitsplätzen
An Arbeitsplätzen ist die richtige Beleuchtung entscheidend für Produktivität, Wohlbefinden und Gesundheit. Mit einem Luxmeter lässt sich prüfen, ob die normativen Anforderungen erfüllt werden. Moderne Bürokonzepte setzen zudem auf dynamische Beleuchtung, die dem natürlichen Tagesverlauf folgt – hier hilft die Farbtemperaturmessung bei der richtigen Einstellung.
Auch die Vermeidung von Blendung und störenden Reflexionen lässt sich durch Leuchtdichtemessungen objektiv bewerten und optimieren. Dadurch können Ermüdungserscheinungen und Kopfschmerzen reduziert werden.
Wohnraumgestaltung mit Licht
Auch im privaten Umfeld gewinnt die präzise Lichtplanung an Bedeutung. Mit einfachen Messgeräten können Heimanwender ihre Beleuchtung optimieren und beispielsweise prüfen, ob die Leseecke ausreichend hell ist oder ob das Licht im Schlafzimmer den richtigen Farbton für einen erholsamen Schlaf bietet.
Besonders bei smarten Beleuchtungssystemen mit einstellbarer Farbtemperatur können Messgeräte helfen, die optimalen Einstellungen für verschiedene Tageszeiten und Aktivitäten zu finden.
Qualitätskontrolle bei Beleuchtungsprodukten
Hersteller und Händler nutzen photometrische Messtechnik, um die Qualität ihrer Produkte zu prüfen und sicherzustellen, dass die angegebenen Spezifikationen eingehalten werden. Aber auch kritische Verbraucher können mit einfachen Messgeräten überprüfen, ob eine LED-Leuchte tatsächlich die versprochene Helligkeit oder Farbtemperatur liefert.
Dies ist besonders relevant in Zeiten, wo zahlreiche günstige LED-Produkte auf den Markt drängen, deren tatsächliche Leistung oft von den Herstellerangaben abweicht.
Die Zukunft der photometrischen Messtechnik
Die Entwicklung der photometrischen Messtechnik schreitet schnell voran, getrieben durch neue Beleuchtungstechnologien und ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung guter Beleuchtung:
Miniaturisierung und Vernetzung
Messgeräte werden immer kompakter und leistungsfähiger. Bereits heute gibt es Smartphone-Zubehör, das professionelle Lichtmessungen ermöglicht. Diese Geräte werden zunehmend vernetzt und können ihre Daten in Cloud-Plattformen speichern, was umfassende Analysen und Vergleiche ermöglicht.
In Zukunft könnten permanente Lichtsensoren in Räumen installiert werden, die kontinuierlich die Lichtbedingungen überwachen und automatisch Anpassungen vornehmen – eine Entwicklung, die bereits in fortschrittlichen Smart Home Beleuchtungssystemen beginnt.
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Biologische Lichtwirkung messen
Ein wachsendes Forschungsgebiet ist die Messung der biologischen Wirksamkeit von Licht. Über die rein photometrischen Größen hinaus wird es immer wichtiger, zu verstehen, wie Licht unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit beeinflusst. Neue Messverfahren und -größen wie der Melanopic Equivalent Daylight Illuminance (MEDI) werden entwickelt, um diese Aspekte zu quantifizieren.
Diese Entwicklung wird besonders für die Planung von Human Centric Lighting wichtig, das den Menschen und seine biologischen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.
Fazit: Photometrische Messtechnik als Schlüssel zu besserem Licht
Die photometrische Messtechnik hat sich von einem spezialisierten Werkzeug für Lichtexperten zu einem zugänglichen Hilfsmittel entwickelt, das in vielen Bereichen Anwendung findet. Mit ihrer Hilfe können wir Beleuchtungssituationen objektiv bewerten und optimieren, was zu mehr Wohlbefinden, besserer Gesundheit und höherer Energieeffizienz führt.
Ob für Profis oder anspruchsvolle Heimanwender – das Verständnis für die grundlegenden Prinzipien der Lichtmessung und der Einsatz geeigneter Messgeräte eröffnet neue Möglichkeiten, Licht nicht nur als funktionales Element zu betrachten, sondern als gestaltbares Medium für bessere Lebens- und Arbeitsräume.
Die Investition in ein einfaches Luxmeter oder gar ein fortschrittliches Spektrometer kann der erste Schritt sein, um die eigene Lichtumgebung bewusster wahrzunehmen und gezielt zu verbessern. In einer Zeit, in der wir immer mehr Zeit in künstlich beleuchteten Räumen verbringen, wird diese Kompetenz zunehmend wertvoll.
Häufig gestellte Fragen
Was ist photometrische Messtechnik und wozu dient sie?
Die photometrische Messtechnik befasst sich mit der Messung von Licht, so wie es vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Im Kern geht es darum, die Helligkeit und Verteilung von Licht in einer Umgebung präzise zu erfassen. Dies ist entscheidend für die moderne Lichtplanung und -gestaltung, da eine optimale Beleuchtung nicht nur ästhetische Aspekte beeinflusst, sondern auch das Wohlbefinden, die Produktivität und die Sicherheit. Durch den Einsatz spezialisierter Geräte, wie beispielsweise einem digitalen Luxmeter, können Lichtplaner, Architekten, Elektriker und selbst ambitionierte Heimanwender die Beleuchtungsstärke objektiv bewerten und anpassen. Ziel ist es, Lichtverhältnisse zu schaffen, die den jeweiligen Anforderungen entsprechen – sei es für einen Arbeitsplatz, einen Wohnraum oder eine öffentliche Einrichtung. Die präzise Erfassung der Lichtwerte ermöglicht es, Über- oder Unterbeleuchtung zu vermeiden, Energieeffizienz zu steigern und eine angenehme visuelle Umgebung zu gewährleisten. Ohne diese Messtechnik würde die Lichtgestaltung oft auf reinen Schätzungen basieren, was zu suboptimalen Ergebnissen führen könnte.
Wie funktioniert ein digitales Luxmeter?
Ein digitales Luxmeter ist ein handliches Gerät, das die Beleuchtungsstärke in Lux (lx) misst. Im Inneren befindet sich ein Fotosensor, der auf die gleiche Weise auf Licht reagiert wie das menschliche Auge. Dieser Sensor wandelt die auftreffende Lichtenergie in ein elektrisches Signal um. Eine eingebaute Elektronik verarbeitet dieses Signal und skaliert es so, dass es auf einem digitalen Display als Luxwert angezeigt wird. Viele Modelle verfügen über eine spektrale Empfindlichkeitsanpassung (V-Lambda-Anpassung), um die spektrale Empfindlichkeit des menschlichen Auges bei Tageslichtbedingungen nachzubilden, was für genaue Messungen unerlässlich ist. Das Gerät ist in der Regel mit Funktionen wie Data-Hold (zum Einfrieren des aktuellen Messwerts), Min/Max-Anzeige (für Minimal- und Maximalwerte) und einer automatischen Bereichswahl ausgestattet. Einige fortschrittlichere Geräte bieten auch die Möglichkeit, Messwerte zu speichern oder an einen Computer zu übertragen, was die Analyse und Dokumentation der Lichtverhältnisse erheblich erleichtert.
Welche Vorteile bietet die Nutzung eines Lichtmessgeräts?
Der Einsatz eines Lichtmessgeräts bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Erstens ermöglicht es eine objektive Beurteilung der Lichtverhältnisse, die weit über die subjektive Wahrnehmung hinausgeht. Dies ist entscheidend, um Bereiche zu identifizieren, die über- oder unterbeleuchtet sind. Eine optimale Beleuchtung trägt maßgeblich zum Wohlbefinden und zur Gesundheit bei, da sie Augenbelastung reduziert und die Konzentrationsfähigkeit fördert. Zweitens hilft es bei der Einhaltung von Normen und Vorschriften, beispielsweise am Arbeitsplatz, wo bestimmte Beleuchtungsstärken vorgeschrieben sind. Drittens kann durch präzise Messungen die Energieeffizienz gesteigert werden, indem unnötig helle Beleuchtung reduziert und Leuchtmittel optimal positioniert werden. Viertens unterstützt es die professionelle Lichtplanung und -gestaltung, indem es die Überprüfung von Designkonzepten in der Realität ermöglicht. Egal, ob es um die Einrichtung eines Home-Office, die Optimierung eines Fotostudios oder die Planung einer komplexen Industriebeleuchtung geht, ein solches Gerät ist ein unverzichtbares Werkzeug für präzise Ergebnisse.
Für wen ist ein Luxmeter geeignet?
Ein Luxmeter ist ein vielseitiges Werkzeug, das für eine breite Palette von Anwendern nützlich ist. Professionelle Lichtplaner, Architekten und Innenarchitekten nutzen es, um Beleuchtungskonzepte zu validieren und sicherzustellen, dass die geplanten Lichtverhältnisse in der Realität erreicht werden. Elektriker und Facility Manager verwenden es zur Überprüfung der Einhaltung von Arbeitsplatzrichtlinien und zur Optimierung der Beleuchtung in Gebäuden. Fotografen und Videografen schätzen es, um die Lichtverhältnisse für ihre Aufnahmen genau einzustellen und eine konsistente Belichtung zu gewährleisten. Auch im Gartenbau und in der Landwirtschaft kann es eingesetzt werden, um die optimale Lichtmenge für Pflanzenwachstum zu bestimmen. Aber auch ambitionierte Heimanwender profitieren davon, beispielsweise um die Beleuchtung in ihrem Home-Office zu optimieren, die Lichtverhältnisse in Kinderzimmern oder Leseecken zu überprüfen oder einfach nur, um ein besseres Verständnis für die Lichtqualität in den eigenen vier Wänden zu entwickeln. Es ist ein Werkzeug, das sowohl für komplexe professionelle Anwendungen als auch für praktische Alltagsfragen wertvolle Dienste leistet.
Worauf sollte man beim Kauf eines digitalen Luxmeters achten?
Beim Kauf eines digitalen Luxmeters gibt es mehrere wichtige Kriterien zu beachten, um ein passendes Gerät für Ihre Bedürfnisse zu finden. Messbereich und Genauigkeit sind entscheidend: Stellen Sie sicher, dass das Gerät den benötigten Helligkeitsbereich abdeckt und eine ausreichende Präzision bietet. Ein breiter Messbereich bis zu mehreren Hunderttausend Lux ist für viele Anwendungen ideal. Achten Sie auf die spektrale Empfindlichkeit des Sensors; eine V-Lambda-Anpassung ist wichtig für augengerechte Messungen. Das Display sollte gut ablesbar sein, idealerweise mit Hintergrundbeleuchtung. Zusatzfunktionen wie Data-Hold, Min/Max-Anzeige, automatische Abschaltung, eine schnelle Reaktionszeit und die Möglichkeit zur Speicherung von Messwerten können den Gebrauchswert erheblich steigern. Die Verarbeitungsqualität und Robustheit des Gehäuses sind ebenfalls wichtig, besonders wenn das Gerät häufig im Außeneinsatz verwendet wird. Überlegen Sie auch, ob eine Kalibrierungsfunktion oder ein Kalibrierungszertifikat für Ihre Anforderungen relevant ist. Für spezielle Anwendungen könnten auch Funktionen wie die Messung der Farbtemperatur (CCT) oder Flicker-Analyse interessant sein, die jedoch nur bei fortgeschrittenen Modellen zu finden sind.
Wie misst man die Beleuchtungsstärke richtig mit einem Luxmeter?
Die korrekte Messung der Beleuchtungsstärke mit einem Beleuchtungsstärke-Messgerät erfordert einige grundlegende Schritte. Zunächst sollte das Gerät auf die gewünschte Messskala (Lux) eingestellt und gegebenenfalls kalibriert werden. Positionieren Sie den Sensor des Luxmeters an der Stelle, an der die Beleuchtungsstärke gemessen werden soll. Achten Sie darauf, dass der Sensor nicht durch Schattenbildung (z.B. durch Ihre Hand oder Ihren Körper) oder durch direkte Reflexionen von glänzenden Oberflächen beeinflusst wird. Für eine genaue Messung der Beleuchtung auf einer Arbeitsfläche halten Sie den Sensor horizontal und parallel zur Fläche. Bei der Messung von Raumbeleuchtung ist es ratsam, mehrere Messpunkte in verschiedenen Bereichen des Raumes zu nehmen und den Durchschnitt zu bilden, um ein repräsentatives Bild zu erhalten. Vermeiden Sie es, das Gerät direkt in eine Lichtquelle zu halten, da dies den Sensor überlasten und ungenaue Werte liefern kann. Bei der Messung unter verschiedenen Lichtquellen (z.B. Tageslicht und Kunstlicht) ist es oft sinnvoll, die Messungen getrennt durchzuführen, um die jeweiligen Beiträge zu verstehen.
Was ist der Unterschied zwischen Lux und Lumen?
Lux (lx) und Lumen (lm) sind zwei grundlegende Einheiten in der Photometrie, die oft verwechselt werden, aber unterschiedliche Aspekte des Lichts beschreiben. Lumen ist die Einheit des Lichtstroms und beschreibt die gesamte Lichtmenge, die eine Lichtquelle pro Zeiteinheit in alle Richtungen abstrahlt. Es ist also ein Maß für die "Leuchtkraft" der Quelle selbst, unabhängig davon, wie das Licht verteilt oder auf eine Fläche trifft. Eine Glühbirne mit 800 Lumen strahlt immer 800 Lumen ab, egal ob sie in einem kleinen oder großen Raum hängt. Lux hingegen ist die Einheit der Beleuchtungsstärke und gibt an, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche fällt. Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter (1 lx = 1 lm/m²). Die Lux-Zahl hängt also nicht nur vom Lichtstrom der Quelle ab, sondern auch vom Abstand zur Quelle und der Größe der beleuchteten Fläche. Wenn dieselbe 800-Lumen-Glühbirne einen kleinen Raum beleuchtet, ist die Lux-Zahl höher als in einem großen Raum, da sich das Licht auf eine kleinere Fläche konzentriert. Luxmeter messen die Beleuchtungsstärke in Lux, also das Licht, das tatsächlich an einem bestimmten Punkt ankommt und von einer Fläche reflektiert wird. Für die Bewertung der Lichtverhältnisse in einem Raum ist daher die Lux-Messung mit einem Lichtmessgerät entscheidend.
Kann man mit einem Luxmeter auch die Farbtemperatur messen?
Standard- digitale Luxmeter sind primär dafür konzipiert, die Beleuchtungsstärke in Lux zu messen. Sie erfassen die Helligkeit des Lichts, nicht jedoch dessen Farbe oder Farbtemperatur. Die Farbtemperatur, ausgedrückt in Kelvin (K), beschreibt, ob ein Licht eher warmweiß (niedrige Kelvin-Werte, z.B. 2700K) oder kaltweiß (hohe Kelvin-Werte, z.B. 6500K) erscheint. Um die Farbtemperatur und andere Farbwiedergabeparameter wie den Farbwiedergabeindex (CRI) zu messen, benötigt man spezialisierte Geräte, die als Kolorimeter oder Spektralfotometer bezeichnet werden. Diese Geräte analysieren das Spektrum des Lichts und können daraus detaillierte Farbinformationen ableiten. Einige fortgeschrittene und teurere Lichtmessgeräte für professionelle Anwendungen bieten möglicherweise integrierte Funktionen zur Messung von CCT (Correlated Color Temperature) zusätzlich zur Beleuchtungsstärke. Für die meisten alltäglichen Anwendungen und zur reinen Helligkeitsmessung ist ein einfaches Luxmeter jedoch ausreichend und die Messung der Farbtemperatur erfordert ein separates, spezialisiertes Gerät.